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Soonwaldspinnerei

Ich spinne? Na klar!

Spinnen ist ein phantastisches Hobby!

„Spinnen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen , Spinnen am Abend erquickend und labend.“

Wer schon früh morgens zu Spinnen begann, musste sich damit sein Geld hart erarbeiten, während  das Spinnen am Abend bei wohlhabenden Menschen zu guten Ton gehörte.

Mit der selbstgesponnenen Wolle entstehen schöne, kreative Unikate genau nach den eigenen Vorstellungen. Im übrigen lassen sich alle tierischen Fasern mit passender Haarlänge, egal ob von Hund, Katze, Kamel, Ziege, Kaninchen oder Schaf, sehr gut verspinnen. Und entspannend und meditativ ist es zugleich:

„ Die gleichlaufende gleitende Bewegung der spinnenden Hände löst im menschlichen Organismus eine glückliche Ruhe aus, eine besinnliche Stille, der schöpferischen Pause vergleichbar, wie sie das Spiel der Hände mit den gleitenden Elfenbeinkugeln dem meditierenden Mönch des Fernen Ostens vermitteln.“

schreiben Singer, Wolf & Ricard, Matthieu, 2008, in ihrem lesenswerten Buch : Hirnforschung und Meditation.

Warum spinnen wir?
Kleidung ist für uns etwas ganz alltägliches. Sie wird in Massen produziert und überall gibt es unzählige Geschäfte die Kleidung aller Art anbieten. Kaum jemand macht sich noch die Mühe ein Loch zu stopfen oder einen Riss zu flicken. Kleidungsstücke sind Wegwerfprodukte geworden. Wenn man aber einmal ganz bewusst  einen Blick in den Kleiderschrank wirft, wir man feststellen, dass fast alles darin aus gesponnenen Garn besteht.

Wie alt die Spinntechnik ist und wo ihr Ursprung liegt ist nicht mehr genau zu ermitteln. Man weiß jedoch dass das Spinnen an verschiedenen Orten der Welt unabhängig voneinander erfunden wurde.

Einfache verdrillte Fasern wurde nachweislich bereits vor über 25.000 Jahren hergestellt. Echtes Spinnen mit einer Handspindel seit mindestens 10.000 Jahren und im 13. Jahrhundert sind in Mitteleuropa frühe Formen des Spinnens belegt.

Im 18. Jahrhundert begann die industrielle Revolution und damit auch das Ende der häuslichen Textilproduktion und damit entwickelte sich das Spinnen zu einem fast vergessenen Handwerk.

Selbst Mahatma Gandhi saß vor einem traditionellem Charkha und erhob das Spinnrad zum Zeichen seiner Lebensphilosophie und ermutigte die Inder, jeden Tag zu Spinnen, für spirituelles Wachstum, und durch selbstgesponnene und gewebte Stoffe die Dorfindustrie zu beleben und den Kampf gegen die englische Textilindustrie aufzunehmen.

Haben Sie eine bestimmte Idee für einen Schal, Mütze, Handschuhe, Pulli…..? Dann schreiben Sie mir oder rufen mich an, ich will das Machbare gerne für Sie umsetzen.